Montag, 10. Oktober 2016

Las Vegas



In Las Vegas angekommen waren wir mal wirklich über unsere Unterkunft erstaunt. Wir hatten uns ein AirBNB Platz in einem Wohngebiet etwas außerhalb der Stadt gemietet. Da wir meist nur die Bilder aus dem Internet, sowie die Position auf eine Karte sehen können wissen wir meist nicht um was für eine Gegend es sich handelt. Dieses Mal waren wir aber positive überrascht, die gesamte Nachbarschaft war eingezäunt. Wir benötigten einige Zeit bis wir raushatten wie sich das Eingangstor (zur Straße) öffnete. Auch unser Zimmer bei Chris, unserm Gastgeber war super. Wir verbrachten die erste Zeit dort und nutzten aus, dass wir endlich mal wieder eine richtige Küche und ein richtiges Bett hatten.

Am zweiten Abend machten wir uns auf Vegas zu erkunden. Mit unserem Auto fuhren wir ein paar Mal den Strip rauf und runter und ließen uns von den tausensen Lichtern beeindrucken. Das war für diesen Tag dann auch erstmal genug.
Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Downtown um etwas Geld zu verspielen. Bereits beim ersten Dollar, den ich in den einarmigen Banditen steckte gewann ich 10 Dollar. Da ich aber einige Versuche brauchte, um die Maschine zu verstehen, war der gesamte Gewinn nach ca. 30 Sekunden auch wieder weg.  Immerhin das Kasino hatte was an mir gewonnen. Wir machten das gesamte Spiel noch einige weitere male, jedoch mit recht wenig Erfolg. Als ich bei meinem letzten Dollar angelangt war, kam auch meine Glückssträhne wieder zurück. Ich gewann! Stolz wie Oskar ließ ich mir den Gewinn von $11 auszahlen. Somit war Las Vegas ein voller Erfolg.


Las Vegas Schild
Fahrt übern Strip
Stau
Mini Eifelturm
Noch mehr Vegas, noch mehr Stau
Rießen Fernseher in Downtown
Mein Mega Gewinn :-)
NEIN, wir haben nicht Geheitatet

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Von frierender Kälte bis kochender Hitze


In den letzten Tagen fuhren wir von San Francisco in Richtung Osten. Unser Ziel war Las Vegas und  der Grand Canyon. Auf dem Weg dorthin durchquerten wir zwei Nationalparks, welche kaum unterschiedlicher sein könnten.

Yosemite Nationalpark


Nur wenige Stunden von San Francisco entfernt erreichten wir den Yosemite Nationalpark. Die sehr ausgetrocknete Kalifornische grasige Landschaft geht dort über in Wälder und Gebirge. Wir richteten uns auf einem der Campingplätze häuslich ein. Das Klima in dieser Nacht war nicht dass, was wir in Kalifornien erwartet hatten. Die Temperaturen fielen in den zweistelligen Minusbereich. In unseren Wasserflaschen  bildeten sich Eiswürfel.
An nächsten Tag erkundeten wir den Park und waren überrascht über die Menschenmengen die sich in diesem Park befanden. Auf zweispurigen Straßen kann man sich gemeinsam mit tausenden Wohnmobilen durch den Park kämpfen. Der Park für sich jedoch ist sehr schön, überall liegen riesige kugelrunde Felsen in der Landschaft. Die Straßen schlängeln sich durch Wälder und  Gebirgsketten. Leider war auch die nächste Nacht gefühlt kein Grad wärmer. Unser Weg führte uns weiter und schließlich rein in den nächsten Nationalpark.

Baum
Eichhörnchen
Achtung Bär!

Park

 

Death Vally Nationalpark


Von den grünen Wäldern ging es direkt in die Wüste. Mit allem was man sich so vorstellen kann, Kakteen, Klapperschlangen, Hitze… . Auch dort richteten wir uns auf einem Campingplatz ein, mit der Hoffnung in dieser Nacht nicht zu frieren. Die Temperaturen gingen nach dem Sonnenuntergang auch recht schnell auf eine sehr angenehme Sommerabendtemperatur zurück. Doch von einer erholsamen Nacht konnte nicht wirkliche die Rede sein. Gegen neun zog ein Sturm auf und versuchte stundenlang unser Zelt wegzublasen, jedoch erfolglos. Sowohl wir,  als auch das Zelt haben überlebt. Am darauffolgenden Morgen machten wir uns früh auf den Weg die Sehenswürdigkeiten aus zu checken. Unsere Interesse lag dabei auf zwei verlassenen Dörfern, was uns dann auf eine sehr beeindruckenden Weg schickte. Ein 39 km langer Kiesweg, welcher sich zuerst über ein paar Bergketten schlängelte und anschließend in einem Canyon endete. Eine absolut beeindruckende Strecke. Da die Straßenverhältnisse echt nicht sehr gut waren benötigten wir über zwei Stunden für den Weg, was es aber auch Wert war. Im Anschluss ging es für uns weiter in Richtung Vegas.

:-)
Ein Joshua Tree
:-)
Endlich wieder warme Temperaturen (ca. 36°C)

Felswand
Ein recht altes Haus, in einer der Ghost Towns
Fahrt durch den Canyon
Felsen in allerlei Farben



Sonntag, 2. Oktober 2016

Hardly Strictly Bluegrass Festival


Das Festival war der Hammer! Was gibt es cooleres als ein chilliges, buntes Hippie Musikfestival in der Stadt der Hippies? Und dann auch noch for free… Alle Menschen waren total entspannt (möglicherweise durch den Einfluss von Marijuana), fröhlich und friedlich. Man konnte zwischen den sieben Bühnen hin und her wandern, es sich im Graß gemütlich machen und den verschiedensten Musikrichtungen lauschen. Für das leibliche Wohl gab es etliche Stände und Foodtrucks meistens mit organischen Köstlichkeiten. Drei Tage dauerte die ganze Gaudi. Am dritten Tag spielte sogar Dropkick Murphys. Noch eine Besonderheit konnte man am letzten Festival Tag bestaunen – übervolle Dixi Klos…

ganz schön was los hier...

gute Musik
Tanzen bei Sonnenuntergang
hihi
das sagt alles :)
 

Keine Stadtmenschen…

 

Mal ehrlich, ich würde keine Woche alleine in einer Großstadt überleben… Auf der Heimfahrt begegneten wir in der U-Bahn einem gut gekleideten, dunkelhäutigen Mann, ausgestattet mit zwei Kinderwägen voller Gepäck. Als wir einstiegen fing er hastig an sein Hab und Gut auf die Seite zu schaffen, dass wir uns setzten konnten, wir dachten eigentlich dass er aussteigen wollte. Er plauderte fröhlich aus dem Nähkästchen während im ständig Sachen von den Wägen rutschten. Als er aussteigen wollte, halfen wir ihm seine Gepäckstücke aus dem Wagon zu tragen. Die Bahn fuhr ohne uns ab, ohne zu registrieren dass es hier nicht besonders sicher aussah, dachten wir es kommt ja eh bald die Nächste. Ich unterhielt mich noch mit dem gut gekleideten Obdachlosen, mit der Absicht ihm meinen letzten Müsliriegel zu schenken. Doch dann fing er an von Waffen und Schießereien zu reden und wollte mich in einen Alkoholladen auf der anderen Straßenseite locken. Da schellten auch bei mir die Alarmglocken – nix wie weg hier… Wir flüchteten auf die Toilette. Martin fand währenddessen ein Schild mit der Aufschrift das man besser seine Autoschlüssel schon in der Hand halten sollte wenn man die Station verlässt.
Wieder am Bahnsteig angekommen sahen wir langsam einen sehr kleinen Mann mit rot unterlaufenen Augen und verschmutzten Klamotten auf uns zu kommen. Seine vor langer Zeit mal weißen Jogginghosen hatten ungefähr auf Kniehöhe Löcher, welche die schmutzigen Füße zum Vorschein kommen ließen, der restliche Teil der Hose schleifte auf dem Boden. Er stoppte vor uns und murmelte etwas, er befahl uns dass wir uns aufrecht hinstellten sollten. Er machte einen großen Schritt auf uns zu – ich wich vor Schreck auf die Seite. Sein Gesicht war nur Zentimeter von Martins Brust entfernt, doch als ich ihm gerade sagen wollte, dass er verschwinden sollte, lief er davon. Wir waren sehr froh als die Bahn einfuhr und wir den grauen, kahlen, gruseligen Bahnsteig in West Oakland verlassen konnten. Wir stiegen an der hübsch gefliesten Station aus, an welcher wir unser Auto geparkt hatten und machten dass wir aus der Stadt kamen. An einer Tankstelle unterhielt ich mich mit dem Kassierer und auf die Antwort woher ich kommen würde sagte er nur Hitler-country, ohne noch etwas zu sagen verließ ich die Tankstelle… was war heute nur los…